Myosin II Aktivität macht suspendierte Zellen weicher

Eine neue Publikation im Biophysical Journal aus der Arbeitsgruppe von Franziska Lautenschläger in Saarbrücken zeigt, dass das Blockieren von Myosin II zu einer Versteifung der Zellen führt. Drei adhärente Zelllinien (3T3-Fibroblasten, HeLa-Zellen und TNGA embryonale Mausstammzellen) wurden im Optical Stretcher mit und ohne Blebbistatin (Myosin II – Blocker) und mit anderen, das Zytoskelett beeinflussenden, Wirkstoffen vermessen. Die Ergebnisse sind überraschend, da sie den bisherigen Messungen an adhärenten Zellen widersprechen.
Die versteifende Effekt durch Blebbistatin wurde auch bei natürlich in Suspension vorkommenden Zellen (HL60-derived neutrophiles, HL-60-derived monocytes, NB4) beobachtet. Ein Vergleich mit zwei anderen Methoden zur Vermessung der Zellsteifigkeit (Microfluidic microcirculation mimetic, Real-time deformability cytometry) bestätigte diesen Effekt auch für andere Zeitskalen bis hin zu Millisekunden.

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